Kerstin Marx

Lymphdrainage

Lymphdrainage ist eine sehr sanfte Massagetechnik, bei der durch einen speziellen Rhythmus und Griffe die Zirkulation der Lymphflüssigkeit angeregt wird.

Für wen ist die Lymphdrainage geeignet?
Lymphdrainage eignet sich für alle diejenigen, die unter Wassereinlagerungen im Gewebe Probleme haben. Sie ist eine spezielle Massageform nach Dr. Vodder mit einer rhythmischen Folge von speziellen Griffen, die den Abtransport der Lymphflüssigkeit aus den Körpergeweben fördert. Bei Verletzungen oder Operationen werden Lymphbahnen häufig unterbrochen. Der Rückfluss der Lymphe aus dem Gewebe ist dann behindert, und es können sich Lymphstauungen in Form von Schwellungen und Ödemen bilden. Sehr häufig ist dies nach Brustkrebs-Operationen der Fall, bei denen den Patientinnen die Achsellymphknoten entfernt wurden. Viele klagen nach der Operation über Schwellungen im Schulter-Arm-Bereich, die die Bewegungsfähigkeit stark einschränken. Ödeme können jedoch auch durch eine angeborene Schwäche der Lymphgefäße entstehen. Durch diese speziellen Massagegriffe entlang der Lymphbahnen wird versucht, den Abfluss der Flüssigkeit zu beschleunigen, so dass sich die Ödeme zurückbilden.
Weitere Indikationen sind sämtliche orthopädische und traumatische Erkrankungen, die mit einer Schwellung einhergehen (Verrenkungen, Zerrungen, Verstauchungen, Muskelfaserriss etc.). Sowohl in der Schmerzbekämpfung, als auch vor und nach Operationen leistet die Lymphdrainage gute Dienste, das geschwollene, mit Zellflüssigkeit überladene Gewebe zu entstauen. Der Patient spürt eine deutliche Erleichterung, Schmerzmittelgaben können verringert werden, der Heilungsprozess verläuft schneller.
Weiterhin dient die Lymphdrainage der Anregung des Stoffwechsels zur Unterstützung einer Ernährungsumstellung und zur Entschlackung des Bindegewebes.